Kosmos Theater

INDIGENOUS MEDIA

ETHNOCINECA 2010

Termine: Fr, 21.05.2010, ab 19:00 Uhr

Preis: Pay as you wish!

19:00 - 19:55 Uhr: Facing the World
(Regie: Gerd Samland, Australien 2009, 49 min., Englisch)

Der Dokumentarfilm „Facing the World“ begleitet Joog, Tyson, Michael und Lorraine beim Aufbau Ihres indigenen TV Senders - JTV in der 1000 Seelengemeinde Roebourne, Westaustralien.

Wir lernen ein facettenreiches Netzwerk indigener Künstler und Medienschaffender kennen. Voller Enthusiasmus produzieren Sie ihre Filme und stellen sich den täglichen Herausforderungen der Medienproduktion.

Wir begleiten den Medienschüler Tyson beim Besuch das Garma Festival im Northern Territory. Wir besuchen Neil Turner Leiter von PAKAM in Broome und erleben wie er voller Enthusiasmus den jungen indigenen Sender bei der Bewältigung aller technischen Probleme unterstützt. Der weltbekannte Travestie Star Mary G. lädt uns zu einer unvergesslichen Radioshow in seiner Garage ein. Das berühmte Popsängerinnen Duo Stiff Gins gibt uns ein privates Konzert am Ufer des Cooks Flusses in Sydney.

Sie alle haben eins gemeinsam: Sie kämpfen gegen Vorurteile und für die Anerkennung in der Australischen Gesellschaft. Sie nutzen Film und Radio um ihr kulturelles Wissen zu bewahren und die junge Generation zu erreichen und ein neues Bewusstsein für die eigene Kultur zu schaffen.

Ein Film für indigene und nicht-indigene Menschen, die bereit sind kulturelle Brücken zu überschreiten.

20:05 - 21:05 Uhr: Manené
(Regie: Maité Delcourt & Christoph Lemmen, Panama 2009, 58 min., Embera mit englischen Untertiteln)

Drei Tagesreisen von Panama City entfernt, nahe der kolumbianischen Grenze, treffen wir im Dorf Manené auf Reynaldo, einen jungen Mann vom Volk der Emberá. Die ‚ursprüngliche’ Kultur der Emberá, die auf dem Prinzip mündlicher Überlieferung basiert, gerät zunehmend in Vergessenheit.
Auf der Suche nach kultureller Identität realisiert Reynaldo sein eigenes Filmprojekt. Zugleich ist sein Blick nach vorne gerichtet und er wehrt sich gegen klischeehafte Vorstellungen von ‚Indianern’ bzw. Indigenen.

Rogelio Cansarí, der ebenfalls aus Manené stammt, lebt und arbeitet hingegen in Panama City. Zugunsten seines Studiums der Anthropologie verzichtete er auf die ‚Lehrjahre’ bei seinem Großvater, dem letzten großen Schamanen des Dorfes. Eine Entscheidung, aus der er trotz allem mit gestärktem Selbstbewusstsein sowohl für sein Volk als auch für sich selbst hervortritt.

ab 21:15 Uhr: Resultate der Projektwerkstatt
Infos unter: www.ethnocineca.at/projektwerkstatt


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